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17.05.2022

Kunstauktion stößt in Plauen auf wählerisches Publikum

900 Jahre Plauen: Als ein Höhepunkt der Feierlichkeiten zum Stadtjubiläum fand am Sonntag im Komturhof erstmals eine Versteigerung eines Leipziger Auktionshauses statt. Große Künstlernamen bedeuteten dabei nicht zwingend ein großes Interesse.
 


Der prächtige mittelalterliche Bau am Komturhof war am Sonntagnachmittag die passende Kulisse für die erste Kunstauktion mit Werken bedeutender Künstler der Gegenwart und der Vergangenheit in der Stadt in diesem Umfang. Der Förderverein Komturhof hat die Veranstaltung im Konventsgebäude als einen Höhepunkt der Feierlichkeiten zum 900-jährigen Bestehen von Plauen auf die Beine gestellt. Im Angebot des Leipziger Buch- und Kunstantiquariats von Dr. Michael Ulbricht befanden sich 64 Arbeiten mit Mindestgeboten von 40 bis 920 Euro. Es waren Nachdrucke von Originalen - viele signiert. Etwa 30 Interessenten saßen im Publikum.
 

Auktionator Ulbricht begann die Versteigerung mit einem Loblied auf Plauen, das er zum ersten Mal besucht hat. "Ich bin begeistert von der Stadt", sagte er. Er habe tags zuvor eine kulinarische Reise durch Plauen unternommen, die ihm gefallen habe. Auch vom denkmalgeschützten Konventgebäude zeigte er sich angetan.

Viele Künstlernamen auf der Auktionsliste konnten sich sehen lassen und waren nicht nur Kunstkennern ein Begriff. Dazu gehörten Joseph Beuys (Düsseldorf), Marc Chagall (Paris), Wolfgang Joop (Potsdam), Max Klinger (Leipzig), Wolfgang Mattheuer (Leipzig), Armin Müller-Stahl (Dresden), Pablo Picasso (Malaga), Neo Rauch (Leipzig), Werner Tübke (Leipzig) und Andy Warhol (Pittsburgh). Die Leipziger Schule war gut vertreten. Aber: "Die ganzen großen Leipziger sind nicht gegangen", stellte der Auktionator bereits bei Halbzeit fest. Der erste große Name auf der Liste war Joseph Beuys, dessen Siebdrucke mit den Worten "Letzte Warnung an die Deutsche Bank - Beim nächsten Mal werden Namen und Begriffe genannt" sowie "Ich bin auf der Suche nach dem Dümmsten" und "Es gibt Leute, die sind nur in der DDR gut" für 40 Euro über den Tisch gingen. Auch Marc Chagalls "Roter Ochse (Weihnacht), eine Farblithografie aus dem Jahr 1950, im Stein signiert und gerahmt fand für 440 Euro einen Abnehmer. Wolfgang Mattheuers Arbeit "Der Nachbar, der will fliegen" mit einem Limit von 820 Euro blieb dagegen liegen. Auch ein Plakat von Wolfgang Joop fand keinen Interessenten. Das Publikum zeigte sich wählerisch, wobei auch Ferngebote möglich waren.

Michael Ulbricht lockerte die Veranstaltung mit Rabatten für Kinder, Hundebesitzer und einer "holländischen Auktion" immer wieder auf. Als "holländische Auktion bezeichnete er den jeweils um zehn Euro abgesenkten Mindestpreis für ein Werk. Der erste Bieter erhält den Zuschlag.

Die Auktion der Leipziger war eine Benefiz-Auktion. Sie brachte einen Erlös von rund 5000 Euro. Davon gingen 700 Euro als Spende an den Förderverein Komturhof für die weitere Gestaltung der Anlage unterhalb der Johanniskirche. Zwei junge Damen aus der Ukraine präsentierten die Arbeiten. Vier junge Musiker des Plauener Vogtlandkonservatoriums sorgten für die musikalische Umrahmung.

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