Steinway-Wochenende am 19. und 20. August im Komturhof

Das Highlight in diesem Sommer ist ein ganz besonderes  Wochenende am 19. und 20. August. Dazu lädt der Förderverein alle Musikinteressierten herzlich in den Komturhof ein. Präsentiert wird von der weltbekannten Firma Steinway aus Hamburg ein besonderer Flügel in ferrarirot.

Am Samstag 19. August um 11 Uhr findet die Matinee „Tastenzauber“ statt, Klavierschüler des Vogtlandkonservatoriums musizieren von Klassik bis Jazz.

Am Samstag 19. August um 17 Uhr Konzert „Erlesenes zu vier Händen“. Es gastiert das Berliner Klavierduo Gerhard Meyer & Siegfried Schubert. Es werden Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Franz Schubert, Edvard Grieg und Antonìn Dvoràk präsentiert.

Am Sonntag 20. August um 17 Uhr „Das besondere Konzert“ mit dem Pianisten Ray Ghiorgis, Äthopien. Es erklingen aus seinem reichhaltigen Repertoire – Modern Music, Evergreens, Oldies & Blues. Kommen Sie und lassen Sie sich mitnehmen auf eine akustische Reise der besonderen Art.

Ein besonderer Dank des Fördervereins gilt der Firma Kirst für die Unterstützung zu diesem außergewöhnlichen Konzertereignis im Komturhof Plauen.

Der Kartenvorverauf für die Konzerte erfolgt über die Tourist-Information Plauen. Reservierungen zur Abholung an der Abendkasse unter Email: rw@komturhof.de

 

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Konventgebäude putzt sich heraus

Wer den Komturhof noch als Ruine kannte, ist von Mal zu Mal mehr beeindruckt, welch Kleinod der Stadt nach 800 Jahren wieder zu Leben erwacht ist.

Stein um Stein sind die Giebel am Konventgebäude geschlossen und verputzt worden und ist der  Sims auf der Seite zur Johanniskirche mit speziell gefertigten Steinen in Sichthöhe verklinkert – das alles können schon jene begutachten, die sich alltäglich auf dem Kirchhof umschauen und sich die Nasen an den großen Fenstern des Konventgebäudes platt drücken.

Doch nicht nur von außen hat sich an dem 800-jährigen Gebäude, das erst vor einem Jahrzehnt auf Drängen des Fördervereins aus seinem Dornröschenschlaf gerissen wurde, etwas getan. Nach dem Einbau des Fußbodens sowie der Elektrik im gesamten Gebäude 2014 hat vor zwei Jahren die nächste Bauphase begonnen – und soll im Juli abgeschlossen sein. Dabei wurde eine Verbindung zwischen dem Südflügel – dort liegt der große Saal – und dem Nordteil durch den Einbau einer zusätzlichen Ebene aus Beton und Treppenaufgänge sowie der Zugang vom Kirchplatz, der als Notausgang wichtig ist, geschaffen. Entstanden ist auch im Saal eine neue Empore, die mit einem Harzboden versehen, für weitere Zuschauerplätze genutzt werden soll. Interessant anzusehen ist auch die im Saal gesetzte Balkendecke. Sie dient nach Auskunft von Christian Pöllmann neben Tragfähigkeit des Dachstuhls auch künftig als Lampengerüst. In der ehemaligen schwarzen Küche bietet sich der der Raum für einen kleinen Imbiss an.

Die Bauarbeiten werden durch das Büro für Architektur und Bauforschung Kern aus Dresden koordiniert. Insgesamt stehen rund 550 000 Euro vom Bund, Land und Stadt zur Verfügung.

Während im großen Saal die Arbeiten, zu denen auch die neuen Fenster und Türen gehören, schon weitestgehend abgeschlossen sind, geht es eine Etage höher erst noch in die Endphase. Hier werden die bislang von den Veranstaltungsbesuchern vermissten Toiletten eingebaut. „Wir freuen uns über das Entstandene, auch wenn wir noch nicht am Ende sind. Aber nur, wie das Geld kommt, können wir weitermachen. Als nächsten Bauabschnitt hoffen wir auf den weiteren Ausbau des Nordflügels und die Instandsetzung der Kellertreppe, denn nur so können wir einen Rundgang durch das Haus schaffen“, unterstreichen Renate Wünsche und Christian Pöllmann, die für den Bau auf Seiten des Fördervereins Komturhof, der 2008 auf ihre Initiative gegründet wurde, den Hut aufhaben. Und sie freuen sich auch beide, dass das Konventgebäude in den Kulturweg der Vögte aufgenommen worden ist, sondern auch finanzielle Zuwendungen verspricht. Immerhin ist der „Kulturweg“ ein Projekt der Euregio Egrensis. “ Wir kommen damit auch dorthin, wo wir immer hinwollten – zu einer wissenschaftlichen Aufarbeitung der Geschichte des Komturhofes und damit der Frühzeit Plauens. es gibt da noch viele weiße Flecken, sagt Pöllmann, der sich selbst schon lange mit der Historie seiner Stadt beschäftigt. Und sein Wissen hat auch den Mitgliedern des Forum Zukunft Elsteraue geholfen, um das geschichtsträchtige Gebiet zu kämpfen. Und dass es sich gelohnt hat, zeigen die Fördermittel, die in den nächsten Jahren in das Areal fließen werden. „Ein Dank gilt aber auch der Stadt, die mit dem Kauf teils verfallener Gebäude Aufthentisches bewahrte. In der Elsteraue ist der Beginn der Industrialisierung Plauens. Und mit dem Konventgeäude hat Plauen sein Ursprungsherz wiederbekommen. – Von Marjon Thümmel, Vogtlandanzeiger

 

 

 

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Heinrich von Plauen

Heinrich von Plauen

(geb. um 1370 – gest. 1429)

Hochmeister des Deutschen Ordens

von 1410 – 1413

auf der Marienburg/Malbork

Heinrich von Plauen wurde am 1370 wahrscheinlich auf der Burg in Berga bei Weida geboren. Er stammt aus der Linie der Vögte und Herren von Plauen aus dem Haus Mühltroff. Sein Vater war Heinrich VII. von Plauen, genannt der Lange aus dem Haus Mühltroff. Seine Mutter war die Tochter von Heinrich XI. von Weida.

Im Jahre 1391 zog Heinrich von Plauen nach Preußen und trat in den deutschen Orden ein und ist das erste Mal urkundlich nachweisbar.

Von 1379/98 war er Kumpan/Beigeordneter eines Gebieters des Deutschen Ordens in Danzig. Als Komtur verwaltete er in den Jahren von 1399 bis 1402 die Ordensburg in Danzig. Ab diesem Jahr war er Hauskomtur in Nessau/Nieszawa und später 1407 in Schwetz. Während der verlorenen Schlacht von Tannenberg und Grünfeld, Mitte Juli 1410, weilte er noch in Schwetz. Gemeinsam mit seinem Bruder, ebenfalls einem Heinrich von Plauen (um 1372-1441), zog er von dort mit den ihm zur Verfügung stehenden Ordensrittern direkt auf die Marienburg. Er verteidigte den Sitz des Hochmeisters und widersetzte sich der Belagerung der Ordensburg durch den polnischen König Wladislaw Jagiello, Heinrich von Plauen sicherte mit der Verteidigung der Marienburg den Fortbestand des Deutschen Ordens und galt somit als dessen Retter.

In Würdigung dieser tatktisch einzigartigen Tat wählte das Generalkapitel des Deutschen Ordens Heinrich von Plauen am 9. November 1410 zum Hochmeister.

In der Folge der verlorenen Schlacht von Tannenberg schloss Heinrich von Plauen mit dem polnischen König am 1. Februar 1411 in Thorn Frieden. Trotz der hohen finanziellen Verluste durch die kriegerischen Auseinandersetzungen gelang es dem Hochmeister von Plauen den Friedensvertrag einzuhalten. Wiederkehrende Provokationen durch den polnischen König Wlasdislaw Jagiello und die Auseiandersetzungen innerhalb des Ordens erschwerten allerdings den Erhalt dieses Friedens. Während seiner Zeit an der Spitze des Ordenstaates ließ er auf der Marienburg auch eine eigene Münze mit seinem Abbild prägen.

Im Herbst 1413 entschloss er sich zum Krieg gegen Polen. Obwohl fast alle Großgebieter gegen diesen Krieg waren, plante er einen Überraschungsschlag, um seine Machtinteressen gegenüber dem polnischen König durchsetzen.

In der Ordensverwaltung wurden die Absichten Heinrichs von Plauen hintertrieben, federführend dabei war der Ordensmarschall Michael Küchenmeister. Er ordnete den Rückzug des Heeres der Deutschordensritter an. Die vom Heinrich von Plauen für den 9. Oktober 1413 festgelegte Einberufung des Generalkapitels auf die Marienburg entwickelte sich deshalb zum Fiasko für den Hochmeister. Er wurde abgesetzt und festgenommen. Danach übertrug man Heinrich von Plauen das Amt des Komturs von Engelsburg Anfang 1414 wählte das Ordenskapitel Michael Küchenmeister (1360-1423) zum neuen Hochmeister.

Wegen angeblichen Hochverrats und Verfehlungen während seiner Amtszeit als Hochmeister verurteilte man Heinrich von Plauen schließlich zu lebens-langer Kerkerhaft. Inhaftiert war von Plauen 1414 in Brandenburg und später in Danzig.

Erst Hochmeister Paul von Rußdorf (um 1385-1441) begnadigte Heinrich von Plauen und übertrug ihm das Pflegeramt in Lochstädt, wo er am 9. November 1429 verstarb.

In der Annenkapelle auf der Marienburg befindet sich der Grabstein mit folgender Inschrift: „in der Jar czal xpi M CCCCXXIX (1429) do starb der ewi… bruder heinrich van plawen“.

Seit dem Jahr 2007 wurden im Dom zu Marienwerder durch polnische Archäologen Untersuchungen durchgeführt. Dabei entdeckte man in der Krypta die Gebeine von drei Hochmeistern.

Durch dendrochronologische Bestimmung des Fälldatums der gefundenen Sarghölzer und DNA-Untersuchungen der Knochenreste sowie die Entdeckung von Stoffresten handelt es sich mit hoher Wahrscheinlichkeit bei einem der gefundenen menschlichen Überreste um die Gebeine von Heinrich von Plauen.

Mit der Nachbildung der Figur des Hochmeisters des Deutschen Ordens Heinrich von Plauen (um1370-1429) durch einen polnischen Restaurator wird ein Stück mittelalterlichen Ordensgeschichte in Plauen plastisch-personifiziert. Das denkmalgeschützte Konventsgebäude des Deutschen Ordens in Plauen erhält mit der Figur der bekannten Persönlichkeit eine Aufwertung und die mitteldeutsche und vogtländische Regionalgeschichte werden bereichert.

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Bauarbeiten am Konventgebäude

Stein um Stein sind die Giebel am Konventgebäude geschlossen worden. Ziel ist es noch vor dem Winter beide Giebel zu verputzen. Derzeit wird der Sims am Dach auf der Seite an der Johanniskirche mit speziell gefertigten Steinen in Sichtweise geschlossen. Dafür wurden eigens spezielle Dachsteine in einer Ziegelei in Auftrag gegeben.

Die Bauarbeiten sind aufgrund der günstigen Wetterlage voll im Plan. Wenn die frostfreie Zeit weiter anhält wollen die Arbeiter die Verbindung zwischen dem Südflügel des Gebäudes – dort liegt der große Saal – und dem Nordteil durch Betonebenen und Treppenaufgänge herstellen. Die Arbeiten mit Beton können nur bei Plusgraden ausgeführt werden. Wir alle vom Verein hoffen weiter auf mildes Herbstwetter. Im Frühjahr nächsten Jahres geht es auf der Baustelle in die nächste Runde. Dann wird der Zugang vom Kirchplatz zum Komturhof geschaffen. Wenn es einen milden Winter gibt wird sich das Konventgebäude zur Nacht der Museen 2016 im neuen Ambiente präsentieren.

Hier ein paar Einblicke auf die Baustelle für unsere Freunde, Interessierte und Besucher.

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Konzert mit Eva Wetzel am 17. Mai 2015

Eva Wetzel

Eva Wetzel

Am 17. Mai 2015 findet ein Konzert mit Eva Wetzel statt (siehe Kalender).

Ein besonderes Konzert mit einer jungen aufstrebenden Nachwuchskünstlerin an einem Abend auf zwei Instrumenten.

In Plauen spielt Eva Wetzel Klavier und Geige u.a. Werke von Johann Sebastian Bach, Ludwig van Beethoven, Maurice Ravel und Paul Hindemith.

Die Veranstaltung wird unterstützt von der Firma Jutta Kirst Plauen.

Der Eintritt beträgt 10,00 €.

Über die Künstlerin:

Eva Wetzel wurde 1996 im Landkreis Greiz geboren und begann das Klavierspielen im Alter von 4 Jahren zunächst bei ihrer Mutter. Seit 2001 nahm sie außerdem Violinunterricht bei Frau Doris Floß an der Musikschule Bernhard-Stavenhagen Greiz.

Von 2012 bis 2014 war sie Jungstudentin an der Robert-Schumann-Hochschule in Düsseldorf. Im Mai 2014 legte sie im Rahmen eines Austauschjahres ihr Abitur an der University of North Carolina School of the Arts in Winston-Salem ab und begann im August desselben Jahres dort ein Bachelorstudium in Violine bei Frau Prof. Ida Bieler und Klavier bei Prof. Dmitri Shteinberg.
2013 erhielt sie das Förderstipendium für musikalisch hochbegabte Kinder und Jugendliche im Freistaat Thüringen.

Eva Wetzel ist Preisträgerin zahlreicher Wettbewerbe. So gewann sie drei 1. und vier 
2. Preise beim Bundeswettbewerb „Jugend musiziert“ in verschiedenen Kategorien, den Stavenhagenpreis der Stadt Greiz in Violine und Klavier und erste Preise beim Internationalen Wettbewerb „Piano ohne Grenzen“ in Hof und beim Omega Talent Hunt in USA.

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Jahresendgrüße vom Vorstand

Das zu Ende gehende Jahr hat uns im Komturhof Neues, Interessantes und Schönes gebracht.
Unser Dank gilt allen Mitgliedern, Freunden und Mitstreitern für die Unterstützung und die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Von fernen Welten kehrt sie nach haus zu uns,
eine friedvolle Weihnacht.
Wo tausend Kerzen brennen,
ist unsere Hoffnung und Sehnsucht zu haus,
ist in der Wärme unserer Herzen Weihnacht.

Der Vorstand wünscht allen und Ihren Familien ein besinnliches, friedvolles Weihnachtsfest und ein glückliches, erfolgreiches Neues Jahr alles Gute, Erfolg und Gesundheit.

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TV-Beitrag – „Finanzierung zur weiteren Sanierung des Konventgebäudes steht“

Quelle: https://www.youtube.com/user/VRFdirekt .

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Artikel Komturhof kommt voran

Freie Presse 8.11.2014

Für größere Darstellung bitte anklicken. — Freie Presse 8.11.2014

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Weitere Sanierung im Komturhof

Entsprechend der Bauanlaufbesprechung am 2. Oktober 2014 mit der Stadt Plauen und den ausführenden Fachfirmen wurde festgelegt, dass in der 41. . Kalenderwoche mit den Baumaßnahmen für Elektroarbeiten im Konventgebäude des Komturhofes begonnen wird. Danach schließen sich die Vorbereitungsarbeiten für den Fußbodeneinbau an, so daß Anfang November die Verlegung der Klinkerziegel erfolgen soll.

Der Vorstand des Förderverein freut sich außerordentlich über den Fördermittelbescheid, so erfährt doch das Konventgebäude wieder eine optische Verbesserung und präsentiert sich den Besuchern im neuen Ambiente. Hier schon mal Dank an alle Unterstützer, die dieses Projekt möglich gemacht haben.

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Große Resonanz auf die Ausstellung zur Geschichte des Deutschen Ordens

Von einem ungebrochenem Interesse seit der Eröffnung am 12. Juli spricht der Vorstand des Komturhofvereins. Die Ausstellung wurde von vielen Plauenern, Vogtländern und darüber hinaus geschichtsinteressierten Gästen besucht. Einer der Höhepunkte war der Vortrag von Christian Sobeck, Stadtarchivar in Zeulenroda. Er schilderte die geschichtliche Entwicklung des deutschen Ordens im Vogtland und erläuterte dabei auch die Zusammenhänge mit benachbarten Ortschaften wie z.B. Reichenbach, Adorf, Weida, Schleiz und Tanna.

Neben den gebietsgeschichtlichen beleuchtete Sobeck ebenfalls die personengeschichtliche Entwicklung des Ritterordens. In diesem Zusammenhang nannte er den wohl Bekanntesteten – Heinrich von Plauen. Auch wenn er selbst tatsächlich nie in Plauen gewesen sein soll, so können die Plauener dennoch auf Heinrich den Älteren von Plauen verweisen, den Retter der Marienburg und Hochmeister von 1410 bis 1413.

Plakat Ausstellung Deutscher Orden

Plakat Ausstellung Deutscher Orden

Mit mittelalterlichem Treiben und Handwerk fand die Ausstellung zum Tag des offenen Denkmals einen würdigen Abschluss. Bei der Ausstellung handelte es sich um Exponate und Informationstafeln des Kulturzentrum Ostpreußen mit Sitz im Deutschordensschloss in Ellingen/Oberfranken. Nach der dreimonatigen Ausstellung mit über 1000 Besuchern kann der Vorstand ein positive Bilanz ziehen.

Gleichzeitig bedanken wir uns bei allen Partnern für die Unterstützung zu diesem einmaligen und besonderem Projekt.

Hier finden Sie Informationen zum Begleitbuch zur Ausstellung.

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